HPSV

Die Eigenschaften moderner Automobile werden im Wesentlichen durch Computer-programme bestimmt. Eine Vielzahl parallel arbeitender Rechner, sogenannter eingebetteter Systeme, sind für die Fahreigenschaften, den Komfort und die Sicherheit des Autos verantwortlich. Dieses hohe Maß an Digitalisierung impliziert, dass die Korrektheit der hochkomplexen Software eines Automobils mit aufwendigen Verfahren gesichert werden muss. Die Analyse nebenläufiger Software stellt hierbei die größte technische Herausforderung dar. Es ist heutzutage sehr aufwendig bis unmöglich, formale Analysen in einem industriell relevanten Umfang mit einem hohen Genauigkeitsgrad durchzuführen.

Unser Projekt HPSV hat zum Ziel, mit Hilfe der Methoden des Hochleistungsrechnens neue Wege in der Softwareanalyse zu beschreiten und die Leistungsfähigkeit von Verfahren zur Verifikation komplexer Software auf ein bisher unerreichtes Niveau zu heben. Die Zusammen¬führung der beiden Gebiete Hochleistungsrechnen und Software-Verifikation stellt in diesem Umfang ein Novum dar. Die Ergebnisse dieses Projekts werden sich auch auf die Software anderer Anwendungen beziehen und sind auf weitere Industriezweige übertragbar.

Entsprechend der Breite der Aufgabenstellung bildet unser Projektkonsortium eine Reihe von Kompetenzen ab: das Zuse Institut Berlin bringt zusammen mit den assoziierten Partnern Intel und Cray seine Kompetenz auf dem Gebiet des Hochleistungsrechnens ein, die Arbeitsgruppen Zuverlässige Systeme und Programmiersprachen und Übersetzerkonstruktion der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel arbeiten auf dem Gebiet der Software-Verifikation bzw. Modelltransformation, und die Unternehmen Elektronische Fahrwerksysteme GmbH (Gaimersheim), Model Engineering Solutions GmbH (Berlin) und Symtavision GmbH (Braunschweig) vertreten die Anwenderseite im Automobilsektor.